Lage
Pure alpine Natur mitten in Österreich
Im österreichischen Bundesland Salzburg
bildet das Raurisertal ein Seitental zum Salzachtal. Als Teil des
Nationalparks Hohe Tauern und des Bezirks Zell am See zieht sich das
Raurisertal mit den Ortschaften
Rauris, Wörth und Bucheben fast 30 km zurück bis nach Kolm Saigurn am
Fuße des Hohen Sonnblicks.
Etwas außerhalb von Wörth befindet sich an der östlichen Talseite der Fröstlberg. Zu Fuß von der Postbushaltestelle Fröstlbergweg sind es ca. 40, mit dem Auto ca. 10 Minuten bis zur Kalchkendlalm. Diese liegt am Ende des sich in Serpentinen hinauf schlängelnden Bergwegs.
Die Gebäude liegen inmitten grüner
Weiden. Von der Alm aus ergibt sich ein
atemberaubendes Panorama zu beiden Seiten des Tals: Ritterkopf, Schareck,
schneebedeckte Gipfel, miniaturartige Gebäude im Tal, dichte Wälder,
schroffe Felsen und
seichte Hügel am Hang sind von hier aus sichtbar.
Wegbeschreibung:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Ab Salzburg und Kufstein fahren Regional- und Fernzüge den Bahnhof Rauris-Taxenbach an.
Von hier aus verkehrt ein Postbus bis zum Fröstlberg. Direkt an der Haltestelle geht der Fröstlbergweg aufwärts. Nach ca. 2 km Serpentinen gabelt sich der Weg und steigt von dort aus nicht mehr an.
Mitten in der Gabelung steht ein Misthaufen. Hier rechts vorbei. Am Ende des Weges liegt die Alm. Hinweistafeln weisen den Weg.
Mit dem Auto:
Sowohl über die
A10/E55, als auch über die A12/E45 sind die
Bundesstraßen 173 und 311 zu erreichen, die über Kufstein/Lofer/Saalfelden/Zell am
See bzw. Bischhofshofen/Schwarzach nach Taxenbach führt.
Von dort aus folgen Sie der Beschilderung nach Rauris. Fahren Sie taleinwärts über Rauris hinaus, bis Sie Wörth passiert haben. Auf der linken Seite geht der Fröstlbergweg aufwärts. Nach ca. 2 km Serpentinen gabelt sich der Weg und steigt von dort aus nicht mehr an. Mitten in der Gabelung steht ein Misthaufen. Hier rechts vorbei. Am Ende des Weges liegt die Alm. Kleine gelbe Hinweistafeln weisen den Weg.

oder
folgen Sie zu Fuss dem
Wanderweg Nr 18.
Starten Sie bei der Kirche in Bucheben.
Raurisertal: eine Nationalparkwelt für sich
Das Raurisertal zählt zu den flächenmäßig größten Talräumen in den Hohen Tauern. Im Unterschied zu vielen anderen ist es nicht nur während der Sommermonate als Almgebiet genutzt, sondern seit vielen Jahrhunderten ein bedeutender Siedlungsraum. Seit 1984 gehören große Flächen in den drei Seitentälern, dem Hüttwinkl-, dem Kruml- und dem Seidlwinkltal, zum Nationalpark Hohe Tauern. Gemeinsam mit der umgebenden Nationalparkregion des Raurisertales begegnet uns hier eine so große Vielfalt an Besonderheiten und Schätzen, dass von einer eigenen „Welt“ im Nationalpark Hohe Tauern gesprochen wird. So ziemlich alles, was im gesamten, mit 1.800 km² größten 3-Länder-Nationalpark der Alpen entdeckt und erlebt werden kann, findet man hier auf engstem Raum. Angefangen von den kulturhistorischen Besonderheiten wie dem Goldbergbau im Hüttwinkltal und dem Saumhandel im Seidlwinkltal bis zu den naturkundlichen Highlights wie den Mineralienschätzen des Tauernfensters und dem Krumltal mit den großen Greifvögeln, Steinadler, Gänsegeier und Bartgeier, die gleich alle drei hier auf ideale Lebensraumbedingungen stoßen.
Nationalparkhaus Könige der Lüfte:

Rauris ist ein zentraler Ort des Nationalparks, das durch die Einrichtung des "Nationalparkhauses Könige der Lüfte" weiter an Attraktion gewonnen hat. In einer interaktiven Erlebnisausstellung erfahren Sie wissenswertes über die Bartgeier, Gänsegeier und Steinadler der Alpen. Ein Erlebniskino ermöglicht Einblicke in das Privatleben der Könige der Lüfte. Hier kann man Bartgeier beim Schminken und Steinadler auf der Jagd beobachten. Öffnungszeiten Winter: Mittwoch von 16.00 bis 19.30 Uhr, 1. Mai - 31. Oktober täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt € 2,--.
Tal der Geier:

Innerhalb der Hohen Tauern nimmt das Rauriser Tal bei den "Königen der Lüfte" eine besondere Stellung ein. Es ist schon lange als "Tal der Geier" berühmt. Gleichzeitig ist es das einzige Gebiet im Nationalpark, in dem alle drei "Könige" regelmäßig beobachtet werden können. Es ist eines der am dichtesten vom Adler besiedelten Tauerntäler. Das Rauriser Tal beherbergt die wichtigsten traditionellen Schlafplätze und die besten Beobachtungsmöglichkeiten für Gänsegeier, die alljährlich über den Sommer aus Kroatien in die Tauern kommen. Nachdem der Bartgeier in den Alpen ausgerottet war, hat das international viel beachtetes Wiedereinbürgerungsprojekt (IBM) diesen Großvogel hier wieder heimisch gemacht. Dieses Artenschutzprojekt fand im Nationalpark Hohe Tauern 1986 - im Rauriser Krumltal seinen Ausgang. Bei wöchentlich geführten Wanderungen ins Tal der Geier mit dem Nationalparkranger haben Sie nicht nur die Chance diese beeindruckenden Vögel in freier Wildbahn zu beobachten, sondern erhalten auch ausreichende Informationen über das Wiederansiedelungsprojekt. Aber auch bei individuellen Wanderungen können Sie sich bei dem am Ende des Tales aufgestellten Infozeltes des Nationalparks über die Könige der Lüfte informieren. Bei dieser, täglich durch einen Nationalparkranger besetzen, Infostelle können Besucher auch Fernrohre und Ferngläser für Beobachtungszwecke ausleihen.
