Verein "Kalchkendl -
Die Schule am Berg"
Der Verein führt den Namen "Kalchkendl - Die Schule am Berg". Er hat seinen Sitz in Wörth/Raurisertal, ist unpolitisch und gemeinnützig und ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Er wurde 1996 gegründet. Die Vereinssatzungen (Dokument hier) wurden 2003 geändert und im Sinne des ab 1.7.2002 geltenden Vereinsgesetzes BGBl. I. Nr. 66/2002 neu erstellt.
Der Zweck des Vereins ist in § 2 festgelegt und beinhaltet folgende Punkte:
-
die Wiedererweckung, Wiederbelebung und Förderung bäuerlicher Kultur- und Landarbeit im Hinblick auf wichtige Grundnahrungsmittel in der Nationalparkregion
-
die Renovierung, Revitalisierung bzw. Wiederherstellung von Objekten, die dem Zweck des Vereines und der Kulturarbeit dienlich sind
-
die Weitergabe (Vermittlung) der bäuerlichen Kulturarbeit an Interessenten/Interessentinnen verschiedenster Richtungen
-
die Bereitstellung von räumlichen Möglichkeiten und fachlichem Know-How für die pädagogische Vermittlungsarbeit für Schulen (Schulklassen) und andere Bildungsinstitutionen
-
die Ermöglichung von eigenaktivem Erleben, Lernen und Tun bei der Vorbereitung und Herstellung von regionalen Grundnahrungsmitteln (Getreide, Brot, Milch, Milchprodukte und andere tierische Produkte)
-
die Vermittlung des Erlebens einer einfachen Lebensweise in und von der Natur (u.a. Kräuterkunde, ...)
-
die Nutzung von Alternativenergien für die Zwecke des Vereins
-
die wissenschaftliche Erforschung und Dokumentation der historischen und rezenten Situationen und Gegebenheiten der bäuerlichen Kultur- und Landarbeit in der Region Raurisertal
-
das Wieder-Hinführen des Interesses der Menschen für diese bäuerliche Arbeit
-
die Erweckung der Aufmerksamkeit der Menschen für das Schätzen und Achten der bäuerlichen Produkte der Region
-
die Entdeckung der Freude am eigenen Tun und Lernen vor Ort bei der aktiven Teilnahme an den Produktionsarbeiten
Kalchkendlalm - Zur Philosophie des
Ortes Die Kalchkendl-Alm
befindet sich an einem besonderen Ort: am Ende einer Sackgasse. Von hier
geht nur mehr der Blick weiter. Und der endet vor den Dreitausendern der
Sonnblickgruppe. Diese Gebirgsbarriere war nie Grenze sondern eher
Verbindungslinie zwischen Nord und Süd. Und hier im Raurisertal trafen
wichtige Tauernwege zusammen, die dem Waren-, Kultur- und
Völkeraustausch dienten. Gold, Öl, Wein, Schmuck, Salz und Metalle
wurden auf diesen Handelswegen transportiert. Die Kalchkendl-Alm ist eine alte,
kulturträchtige Stätte. Hier wurde früher noch Getreide angebaut und
Kalk gewonnen. Heute sömmern die Kühe hier oben und wandeln Bergkräuter
in Bio-Fleisch und Bio-Milch um. Die ältesten Teile des Gebäudes sind mehr als 400 Jahre alt: Datierungen
an alten Balken zeigen die Jahreszahlen 1497 und 1515. Alles ist natürlich geschlagenes Holz nach
den Regeln der Jahreszeiten aus dem Wald gebracht und in keiner Weise
imprägniert oder anders behandelt. Die Steine der alten Gemäuer stammen
direkt von nebenan. Auch das liebevoll von Andreas Huber in die alte
Substanz eingebrachte Neue kommt aus dem eigenen Wald der Umgebung, und
alles ist von ihm allein handbearbeitet. Dieser Ort und seine Gebäude verlangen daher
eine besondere Sorgfalt und Pflege. Alle Aktivitäten erfolgen im
Einklang mit der Geschichte des Hauses und seiner unverfälschten
Umgebung. Es ist eine Stätte der Ruhe, der Besinnung, der Pflege der
bäuerlichen Kultur, der Künste und der Wissenschaft. Unter anderem werden hier gepflegt:
-
Brotbacken nach alten und neuen Rezepten
-
Wiederbelebung anderer, teilweise schon vergessener bäuerlichen Kulturtätigkeiten
-
Dichterlesungen
-
Schreibwerkstätten
-
Malerseminare
-
Kräuterseminare
-
Naturerfahrung
-
Wissenschaftliche Seminare, Kurse, Tagungen, Symposien
-
Treffpunkt internationaler Größen (z. B. der Alternativen Nobelpreisträger)
-
Gespräche, Diskussionen, Fortbildungen, Konzerte, Theater, …
Die Alm ist auch ein Ort zum Feiern
würdiger Feste. Sie ist aber vor
allem ein Ort umfassender Bildung (die volle Bezeichnung der
Bildungsstätte lautet: „Kalchkendl-Alm – die Schule am Berg“). Alle Menschen, die hier oben zu Gast sind,
sind sich ihrer Verantwortung gegenüber der Würde dieser Stätte
bewusst. Sie gestalten ihren Aufenthalt nach der Philosophie dieses
Ortes und erleben die Weihe dieser Jahrhunderte alten Kulturstätte.
Aus dieser „Philosophie“ ergibt sich auch unsere Hausordnung auf der Kalchkendlalm
-
Das Haus ist „rauchfrei“ (Nichtraucherhaus).
Es kann gerne vor dem Haus geraucht werden, wenn dabei die Stummeln in den bereitgestellten Aschenbechern entsorgt werden. -
Im gesamten Haus werden Patschen getragen
(Garderobe und Umziehraum beim oberen Eingang) -
Allen selbst produzierten Abfall bitte wieder mitnehmen (wie am Berg).
-
Das Haus wird mit Flüssiggas und teilweise im Sommer mit Solarenergie energetisch versorgt: bitte Energie sparen.
-
Der Küchenofen wird mit Holz geheizt. Die Nachkommenden freuen sich, wenn Papier und Anzünd-Spreißeln da sind.
-
Das Haus wird besensauber zurück gelassen.
Bei mehr als zweitägigen Aufenthalten ist eine Nassreinigung der Holzböden (einfach feucht drüberwischen) eine große Erleichterung für Roswitha; besonders die Reinigung des Bades und der Toiletten sei allen ans Herz gelegt.
Für alle verantwortungsbewussten Gäste stellen diese Hausordnungs-Punkte nur eine Checkliste zur Erinnerung dar und sind als freundlicher Schubser gedacht, ja nichts zu vergessen. Der Verein „Kalchkendl – Die Schule am Berg“ dankt allen für den Besuch und die Bereicherung der Stätte durch ihre Anwesenheit.
